Die Berufswahlschule (BWS) besteht seit 1982 und steht Jugendlichen mit besonderem Bildungsbedarf offen, welche die obligatorische Schulzeit erfüllt haben. Ziel der BWS ist die Integration der Jugendlichen in den ersten Arbeitsmarkt. In der Schule, auf der Wohngruppe (obligatorisch) und in gezielten Arbeitseinsätzen lernen sie sich selber, ihre Interessen und ihre Fähigkeiten in Bezug auf die Berufswelt kennen. Die BWS dauert zwei Jahre.


An drei Tagen pro Woche besuchen die Jugendlichen den Unterricht und werden ihren Fähigkeiten entsprechend individuell gefördert. Dabei erweitern sie ihre schulischen und sozialen Kompetenzen. Wir räumen der Eigenverantwortung und Selbstorganisation der Jugendlichen einen besonderen Stellenwert ein. Unser Ziel ist die schulische Vorbereitung auf die berufliche Grundbildung EBA.


Auf der Wohngruppe lernen die Jugendlichen die selbständige Alltagsbewältigung mit Blick auf die Zukunft. Dazu zählt die Übernahme von Verantwortung bei Hausaufgaben, Praktikum, Haushaltsarbeiten und Freizeitgestaltung. Das Gruppenleben fördert soziale Kompetenzen wie gegenseitige Rücksichtnahme oder den Umgang mit Konflikten. Auf ihrem Weg in die Berufswelt werden die Jugendlichen von Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen unterstützt und begleitet. Bereits kleine Erfolge stärken das Selbstbewusstsein.


Die tragenden Pfeiler der Berufswahl in der BWS sind die praktischen Erfahrungen in den verschiedenen Betrieben in Form von Berufswahlpraktika und die Entwicklung von Fertigkeiten und Interesse an der Berufswelt. Durch eigene Erfahrungen sowie den Kontakt mit den Menschen und Verantwortlichen in den Betrieben lernen die Jugendlichen die Anforderungen des entsprechenden Berufsfeldes kennen. Wir unterstützen die Jugendlichen nach dem Entscheid für eine Berufsrichtung bei der Ausbildungsplatzsuche.